André Krigar nutzt Casani-Holzkörper
Seit längerer Zeit bin ich nun schon als Pleinair-Maler unterwegs, obgleich mir 1979 bei meiner Abschlussprüfung an der Hdk Berlin (heute hochtrabend Udk) von den meisten keine Zukunft für dieses Metier prognostiziert worden war. Daraus gelernt habe ich, dass man nicht unbedingt allen Moden sofort folgen muss … Dagegen blieben mir meine damaligen Lehrer (und auch die Kommilitonen) manche rein praktischen Hinweise schuldig, da sie als reine Ateliermaler die mit der Malerei vor Ort verbundenen Probleme nicht kannten. Daher musste ich vieles selbst ausprobieren.
Malt man wie ich in Öl, liegt das Paletten-Problem auf der Hand. Aus ökologischen, aber auch aus ökonomischen Gründen möchte man die gebrauchte Palette oftmals nicht sofort entsorgen. Aber wie transportiert man – neben dem reichlichen Material – auch noch eine nasse Palette ins Atelier zurück?
Zwei von der Fläche her für den persönlichen Bedarf geeignete gleich große Casani-Holzkörper können abhelfen. Außen werden sie mit zwei angetackerten Leinwandresten oder Bändern scharnierartig verbunden, innen etwas mit Leinöl o.Ä. vor der ersten Benutzung eingerieben – und fertig ist die Klapp-Palette. Sie gewährt den zusätzlichen Vorteil, dass sie fast luftdicht abschließt und die Farbe längere Zeit benutzbar bleibt (wenngleich ich die mit meinem Malprozess verbundene Verwüstung der Farben niemandem anraten möchte). Wenn man die Halterung eines Palettensteckers etwas nach unten biegt, kann dieser leicht in den Zwischenraum der beiden Casani-Holzkörper gesteckt werden.
Insofern ist diese Konstruktion auch für die Atelierarbeit von Vorteil. Übrigens bin ich nicht allein auf diese Idee gekommen, sondern habe sie in Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Margreet Boonstra entwickelt.
André Krigar,
geboren 1952 in Berlin,
lebt und arbeitet in Berlin.
www.andre-krigar.de
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